0.2
Referenzierte Dokumente
| Name |
Nummer / Link |
| Organisationshandbuch |
|
| Informationssicherheitsrichtlinien |
|
| Datenschutzrichtlinien |
|
| Protestdokumentation |
|
0.3
Mitgeltende Unterlagen
| Name |
Nummer / Link |
| HERMES 2022 Methodenbeschreibung |
https://www.hermes.admin.ch |
| Projektmanagementplan Organisationsprojekt 1 |
|
| Studie Organisationsprojekt 1 |
|
| Stakeholderliste Organisationsprojekt 1 |
|
| Rechtsgrundlagenanalyse Organisationsprojekt 1 |
|
| Durchfuehrungsauftrag Organisationsprojekt 1 |
|
0.4
Definitionen und Abkuerzungen
| Abkuerzung |
Bedeutung |
| HERMES |
Projektmanagementmethode der Schweizer Bundesverwaltung (Handling of Expenses and Resources in Multidisciplinary Environments) |
| PIA |
Projektinitialisierungsantrag – Dokument zur Beantragung der Projektinitialisierungsfreigabe durch den Projektausschuss |
| PA |
Projektausschuss – steuerndes Gremium des Projekts gemäss HERMES 2022 |
| PL |
Projektleiter – verantwortliche Rolle für die operative Führung des Projekts |
| AG |
Auftraggeber – trägt die Gesamtverantwortung für das Projekt und genehmigt zentrale Entscheide |
| PMP |
Projektmanagementplan – zentrales Steuerungsdokument, das Vorgehen, Methoden und Regelungen für das Projektmanagement festlegt |
1
Ausgangslage
Die Organisation wickelt ihre Prozesse bereits vollständig elektronisch ab. Eine entsprechende Anpassung der Organisationsstruktur – sowohl der Aufbau- als auch der Ablauforganisation – wurde bislang jedoch nicht vorgenommen. Ziel ist es, die Organisation effizient auszurichten, sodass alle Beteiligten ihre Aufgaben klar kennen. Darüber hinaus sollen personelle Einsparungen realisiert oder das Leistungsportfolio der Organisation erweitert werden.
nun der organisatorische Entscheidung beruht auf einem Regierungsratsbeschluss gesagt dass wir effizient arbeiten müssen und Auftrag geben Projekt ist unser Amtsleiter
2.1
Ziele der Phase Initialisierung
| Kategorie |
Beschreibung |
Messgroesse |
Prioritaet |
| Vorgehensziel |
Die Stakeholderliste ist vollständig erstellt und alle relevanten internen sowie externen Anspruchsgruppen des Organisationsprojekts sind identifiziert und dokumentiert. |
Stakeholderliste liegt vor und wurde vom Auftraggeber freigegeben. |
Muss |
| Vorgehensziel |
Eine Studie ist erarbeitet, die den Handlungsbedarf bezüglich Aufbau- und Ablauforganisation analysiert, Lösungsvarianten beschreibt und eine Empfehlung für das weitere Vorgehen enthält. |
Studie liegt vor, wurde durch den Projektleiter eingereicht und durch den Auftraggeber zur Entscheidung freigegeben. |
Muss |
| Vorgehensziel |
Der Projektmanagementplan ist erstellt und beschreibt Projektorganisation, Vorgehensweise, Ressourcen sowie die Projektplanung für die weiteren Phasen. |
Projektmanagementplan liegt vor und ist durch den Auftraggeber genehmigt. |
Muss |
| Vorgehensziel |
Der Durchführungsauftrag ist ausgearbeitet und enthält den verbindlichen Auftrag zur Lösungsentstehung auf Basis des Regierungsratsbeschlusses zur Effizienzsteigerung. |
Durchführungsauftrag liegt vor, ist durch den Projektausschuss verabschiedet und die Durchführungsfreigabe ist erteilt. |
Muss |
| Systemziel |
Der Handlungsbedarf zur Anpassung der Aufbau- und Ablauforganisation an die vollständig elektronische Prozessabwicklung ist klar definiert und bildet die Grundlage für die Konzeptphase. |
Analyse des Ist-Zustands und der Soll-Anforderungen ist in der Studie dokumentiert und nachvollziehbar begründet. |
Hoch |
| Systemziel |
Die Rechtsgrundlagenanalyse ist durchgeführt und stellt sicher, dass der Regierungsratsbeschluss sowie weitere relevante rechtliche Grundlagen als verbindliche Rahmenbedingungen für das Projekt berücksichtigt sind. |
Rechtsgrundlagenanalyse liegt vor und ist in die Studie eingeflossen. |
Hoch |
2.2
Rahmenbedingungen
| Vorgaben |
Beschreibung |
| Regierungsratsbeschluss zur Effizienzsteigerung |
Das Projekt basiert auf einem Regierungsratsbeschluss, der die Organisation zur effizienten Ausrichtung ihrer Strukturen verpflichtet. Dieser Beschluss bildet die verbindliche politische und rechtliche Grundlage für sämtliche Projektentscheide und ist in der Rechtsgrundlagenanalyse zu dokumentieren. |
| Vollständig elektronische Prozessabwicklung als Ausgangslage |
Die Organisation hat ihre Prozesse bereits vollständig auf elektronische Abwicklung umgestellt. Die Anpassung der Aufbau- und Ablauforganisation muss diese bestehende digitale Arbeitsweise als gegeben voraussetzen und darauf aufbauen. Eine Rückkehr zu papiergestützten Prozessen ist nicht vorgesehen. |
| Auftragserteilung durch den Amtsleiter als Auftraggeber |
Der Amtsleiter fungiert als Auftraggeber des Projekts und erteilt den Durchführungsauftrag auf Basis des Regierungsratsbeschlusses. Alle wesentlichen Entscheide, insbesondere die Projektinitialisierungsfreigabe und die Durchführungsfreigabe, liegen in seiner Verantwortung. |
| HERMES 2022 als verbindliche Projektmethodik |
Das Projekt ist nach der Projektmanagementmethode HERMES 2022 durchzuführen. Alle Lieferergebnisse, Meilensteine und Rollen sind gemäss den HERMES-Vorgaben zu definieren. Als steuerndes Gremium wird ein Projektausschuss eingesetzt. |
| Zielvorgabe: Personelle Einsparungen oder Erweiterung des Leistungsportfolios |
Das Projekt hat im Rahmen der Organisationsoptimierung entweder personelle Einsparungen zu realisieren oder eine Erweiterung des Leistungsportfolios zu ermöglichen. Die Studie in der Initialisierungsphase analysiert beide Optionen und liefert eine fundierte Empfehlung zuhanden des Auftraggebers. |
| Termliche und ressourcenbezogene Rahmenbedingungen |
Die verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen für das Projekt sind durch den Auftraggeber festzulegen und im Projektmanagementplan zu dokumentieren. Die Projektplanung hat die operativen Aufgaben des Amtes zu berücksichtigen, sodass der laufende Betrieb nicht wesentlich beeinträchtigt wird. |
3.1
Personalaufwand
| Rolle |
Name |
Aufwand in PT |
| Auftraggeber |
|
3 |
| Projektleiter |
|
25 |
| Organisationsspezialist |
|
15 |
| Rechtsdienst |
|
5 |
| Projektausschuss |
|
4 |
| Qualitaetssicherung |
|
3 |
3.2
Sachmittel
| Bezeichnung |
Beschreibung |
Quantitaet |
| Arbeitsplatzausstattung Projektteam |
Bereitstellung von Arbeitsplätzen (inkl. IT-Ausstattung, Bildschirm, Peripherie) für die Projektteammitglieder während der Initialisierungsphase, sofern keine bestehenden Arbeitsplätze genutzt werden können. |
3 |
| Besprechungsraum |
Reservierung eines geeigneten Sitzungszimmers für Projektmeetings, Workshops zur Stakeholderanalyse sowie Arbeitssitzungen zur Erarbeitung der Studie und des Projektmanagementplans. |
1 |
| Kollaborations- und Dokumentenablagesystem |
Bereitstellung einer geeigneten Plattform (z. B. SharePoint oder vergleichbares behördliches System) zur gemeinsamen Bearbeitung und Ablage der Projektdokumente (Stakeholderliste, Studie, Projektmanagementplan, Durchführungsauftrag, Rechtsgrundlagenanalyse). |
1 |
| Druckerzeugnisse und Büromaterial |
Büromaterial (Papier, Schreibmittel, Flipchart-Material) sowie Druckkosten für die Erstellung und Verteilung der Projektdokumente und Entscheidungsunterlagen für den Projektausschuss. |
|
| Präsentationsausrüstung |
Beamer oder Bildschirm für die Präsentation der Studienergebnisse und des Projektmanagementplans im Rahmen der Projektinitialisierungsfreigabe durch den Projektausschuss. |
1 |
3.3
Kosten (in CHF inkl. MwSt.)
4.1
Ergebnisse und Termine
| Lieferergebnisse (abnahmerelevant) |
Liefertermin |
Abnahme durch (Rolle) |
Pruefmethode |
| Stakeholder-Liste |
08.08.2026 |
Projektleiter |
|
| Studie |
29.08.2026 |
Projektleiter |
|
| Rechtsgrundlagenanalyse |
29.08.2026 |
Projektleiter |
|
| Schutzbedarfsanalyse |
05.09.2026 |
ISDS-Verantwortlicher |
|
| Meilenstein Weiteres Vorgehen (Checkliste Weiteres Vorgehen; Liste Projektentscheide Führung) |
12.09.2026 |
Projektleiter |
|
| Projektmanagementplan |
19.09.2026 |
Projektleiter |
|
| Durchführungsauftrag |
26.09.2026 |
Projektleiter |
|
| Meilenstein Durchführungsfreigabe (Checkliste Durchführungsfreigabe; Liste Projektentscheide Steuerung) |
03.10.2026 |
Auftraggeber |
|
5
Projektorganisation und Personal
| Rolle / Person |
Monat 1 |
Monat 2 |
Monat 3 |
Monat 4 |
Monat 5 |
Monat 6 |
Bestaetigung Vorgesetzter |
| Auftraggeber (Amtsleiter) |
20% |
10% |
10% |
10% |
10% |
10% |
|
| Projektleiter |
50% |
60% |
60% |
60% |
60% |
50% |
|
| Projektausschuss (Vorsitz: Auftraggeber) |
10% |
5% |
5% |
5% |
5% |
10% |
|
| Fachspezialist Organisationsentwicklung |
30% |
50% |
50% |
50% |
40% |
30% |
|
| Fachspezialist Recht (Rechtsgrundlagenanalyse) |
20% |
20% |
10% |
|
|
|
|
| Qualitaetsverantwortlicher |
10% |
10% |
10% |
10% |
10% |
20% |
|
6
Kommunikation
| Empfaenger |
Verantwortlich |
Ziel / Inhalt |
Mittel / Medium |
Termin |
| Projektausschuss |
Projektleiter |
Kick-off-Information: Vorstellung des Projekts, Ausgangslage (Regierungsratsbeschluss zur Effizienzsteigerung), Projektziele, Projektorganisation und geplantes Vorgehen in der Initialisierungsphase |
Präsentation / Sitzung |
Zu Beginn der Initialisierungsphase |
| Alle identifizierten Stakeholder (intern und extern) |
Projektleiter |
Information über den Projektstart, Hintergrund (vollständig elektronische Prozessabwicklung, anstehende Organisationsanpassung) und Einladung zur Mitwirkung an der Stakeholderanalyse |
E-Mail / Intranet |
Nach Projektinitialisierungsfreigabe |
| Auftraggeber |
Projektleiter |
Statusbericht zum Fortschritt der Initialisierungsphase: Stand der Studie, Rechtsgrundlagenanalyse, Stakeholderliste und Projektmanagementplan; offene Fragen und allfälliger Entscheidungsbedarf |
Schriftlicher Kurzbericht / Jour-fixe |
Laufend während der Initialisierungsphase |
| Projektausschuss |
Projektleiter |
Vorlage der abgeschlossenen Studienergebnisse inkl. Lösungsvarianten und Empfehlung zum weiteren Vorgehen; Antrag auf Entscheid 'Weiteres Vorgehen' und Freigabe des Durchführungsauftrags |
Präsentation / formelle Sitzung |
Abschluss der Initialisierungsphase (vor Durchführungsfreigabe) |
| Betroffene Mitarbeitende der Organisation |
Auftraggeber |
Information über den Projektauftrag und die geplante Anpassung der Aufbau- und Ablauforganisation; Sensibilisierung für den Veränderungsprozess und Kommunikation der Beteiligungsmöglichkeiten |
Intranet-Mitteilung / Informationsveranstaltung |
Nach Durchführungsfreigabe |
| Amtsleitung / vorgesetzte Stelle |
Auftraggeber |
Rückmeldung an die Amtsleitung über den Projektstand und die Einhaltung des Regierungsratsbeschlusses zur Effizienzsteigerung; Eskalation bei wesentlichen Risiken oder Abweichungen |
Schriftlicher Bericht |
Bei Meilensteinen (Projektinitialisierungsfreigabe, Durchführungsfreigabe) |
7
Risiken
| Risikobeschreibung |
Eintrittswahrscheinlichkeit |
Auswirkungsgrad |
Risikozahl |
Massnahmen |
Verantwortung |
Termin |
| Schlüsselpersonen / Fachexperten stehen nicht ausreichend zur Verfügung (Urlaub, Stellenabbau, Vakanzen) |
Mittel |
Hoch |
|
Frühzeitige Ressourcenplanung und verbindliche Ressourcenzusagen von Linienvorgesetzten einholen; kritisches Wissen dokumentieren und auf mindestens zwei Personen verteilen (Stellvertreterregelungen); Projektplan mit Pufferzeiten versehen und Verfügbarkeit von Schlüsselpersonen regelmässig im Projektsteuerungsausschuss überprüfen. |
|
|
| Widerstand der Betroffenen gegen die organisatorische Veränderung |
Hoch |
Mittel |
|
Frühzeitige und transparente Einbindung aller betroffenen Stakeholder durch regelmässige Informationsveranstaltungen, Workshops und eine offene Kommunikationsstrategie. Schlüsselpersonen als Change Agents identifizieren und aktiv in den Veränderungsprozess einbinden. Bedenken und Einwände systematisch erfassen und adressieren, um Akzeptanz zu fördern und Widerstände abzubauen. |
|
|
| Unzureichende Abstimmung zwischen beteiligten Organisationseinheiten oder Departementen |
Hoch |
Mittel |
|
Etablierung eines formellen Steuerungsausschusses mit Vertretern aller beteiligten Organisationseinheiten und Departemente; Definition klarer Kommunikations- und Eskalationswege sowie verbindlicher Abstimmungsrhythmen (z.B. monatliche Koordinationsmeetings); Benennung eines dedizierten Schnittstellenverantwortlichen (z.B. Projektleiter oder Koordinator), der die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit aktiv steuert und dokumentiert. |
|
|
| Fehlende Kompetenzen oder unzureichende Qualifikation der Beteiligten für die neuen Anforderungen |
Mittel |
Hoch |
|
Frühzeitige Kompetenzanalyse aller Projektbeteiligten durchführen, Qualifikationslücken identifizieren und einen gezielten Schulungs- und Weiterbildungsplan erstellen. Erfahrene externe Fachspezialisten oder Coaches einbinden, um Wissenslücken zu schliessen. Wissenstransfer durch interne Schulungen, Workshops und Job-Shadowing sicherstellen. Kompetenzaufbau als festen Meilenstein im Projektplan verankern und regelmässig überprüfen. |
|
|
| Politische oder externe Rahmenbedingungen ändern sich und beeinflussen den Durchführungsauftrag |
Mittel |
Hoch |
|
Frühzeitiges Stakeholder-Management mit regelmässigem Monitoring der politischen und regulatorischen Umgebung einrichten; Änderungsklauseln im Durchführungsauftrag verankern, die bei wesentlichen Rahmenbedingungsänderungen eine strukturierte Neubeurteilung des Projektumfangs, der Ziele und des Budgets ermöglichen; Eskalationspfad zum Auftraggeber und zur Steuerungsebene definieren, damit bei eintretenden Änderungen rasch entschieden werden kann, ob das Projekt angepasst, sistiert oder abgebrochen wird. |
|
|
| Laufender Betrieb / dringende Geschäfte absorbieren die Ressourcen der Projektbeteiligten |
Hoch |
Mittel |
|
Projektbeteiligte mit definierten Stellenprozenten verbindlich im Projektauftrag festschreiben und mit den jeweiligen Linienvorgesetzten formell vereinbaren; regelmässige Ressourcenüberprüfung im Lenkungsausschuss verankern und bei Engpässen eskalieren. |
|
|